Treibjagden: Nabu Peine warnt Autofahrer

Im Landkreis Peine droht jetzt vermehrt Gefahr durch Tiere, die auf die Straße laufen – „Tempo reduzieren“

Kreis Peine. Alljährlich finden im Winter die Treibjagden der Jägerschaft im Landkreis Peine statt. Sie sind meistens die einzig für den Laien sichtbaren Jagden überhaupt.
Auffallend Rot, wie die Warnkleidung der Treiber, sind die Warnschilder an den Straßen gut sichtbar angebracht. Sie bedeuten, dass es dort vielleicht zu möglichen Überquerungen von Wildtieren kommen kann. Uwe Schmidt vom Naturschutzbund (Nabu) Peine betont: „Und diese Begegnungen sind wirklich nicht zu unterschätzen.“
Man könne jedoch den Eindruck bekommen, dass die sich dahinter verbergenden Gefahren nur sehr wenigen Autofahrern bewusst zu sein scheinen, erklärt der Fachmann. Er rät deshalb unbedingt dazu, das Tempo in den ausgeschilderten Bereichen einer Treibjagd zu reduzieren, um selbst keinen Unfall zu erleiden.
Schmidt erklärt weiter: „Das wird leicht unterschätzt, denn nicht nur die Hasen rennen vor den Jägern weg. Wir haben hier bei uns im Landkreis sehr viel Schwarzwild, das natürlich auch bei den Treibjagden aufgebracht wird und dann mal
schnell eben die Fahrbahn überqueren könnte.“
Es handele sich dabei sehr oft um ganze Rotten von Sauen, genauso wie es auch immer wieder Reh-Rudel gebe, die durch die Treibjagden dann einfach wahllos auf die Fahrbahn rennen könnten.
Schmidt vom Nabu: „Das ist dann richtig gefährlich für die Autofahrer. Man stelle sich nur vor, ein Keiler von 150 Kilogramm würde mit einem Auto kollidieren.“ Sein dringender Appell gilt daher: „Fuß vom Gas und erhöhte Wachsamkeit, wo eine Treibjagd ausgeschildert ist – und alle Verkehrsteilnehmer kommen gesund nach Hause.“ tf