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Schmetterlinge

Der NABU rät: Schmetterlingsschutz im Garten

Von Horst-Günter Meier

Wer sieht sie nicht gerne, die bunten Farbtupfer der Lüfte?
Noch vor einigen Jahrzehnten waren blumenreiche Wiesen voll von Schmetterlingen. Sie gaukelten wie fliegende Edelsteine von Blüte zu Blüte. Heutzutage muss man schon Glück haben, wenn man eine Stelle finden möchte, auf der noch eine Vielzahl verschiedener Tagfalter fliegen.

Schwalbenschwanz, Admiral, Kleiner Fuchs oder Tagpfauenauge sind bekannte Namen und verraten uns, dass es sich um häufige Arten handelt.
Aber wer kennt schon Ochsenauge, Schornsteinfeger, Waldbrettspiel, Landkärtchen oder Schachbrett. Alles heimische Schmetterlinge, die unseren Schutz bedürfen, weil ihr Lebensraum zerstört wurde. Schmetterlinge sind Futterspezialisten, die meisten betreiben Brutfürsorge und legen ihre Eier an spezifische Wirtspflanzen.

Mögen die Falter noch Nahrung finden, so haben es die Raupen noch viel schwerer. Aber was kann man sinnvolles für die Zukunft der Schmetterlinge tun? Gestalten sie ihre Gärten so naturnah wie möglich, dass übers Jahr verteilt ausreichend Nektarpflanzen zur Verfügung stehen. Gerade die an die offene Landschaft angrenzenden Dorfgärten spielen für Schmetterlinge und andere Insekten eine besondere Rolle.

Als geeignete Energiequellen für Tagfalter gelten z.B. der Sommerflieder, Flockenblume, Wilder Majoran, Fetthenne, Spornblume, Astern und Nelken, insbesondere solche mit violetten Blüten. Vor allem ungefüllte Sorten sind gefüllten vorzuziehen, da letztere wenig Nektar produzieren. Mit Phlox, Nachtviole, Nachtkerze und Geißblatt kann man Nachtfalter anlocken, da sie erst in der Abenddämmerung am stärksten duften.

Mit etwas Glück kann man hier abends das Taubenschwänzchen, den Kolibri unter den Schmetterlingen sowie andere Schwärmer und Eulenfalter an den tiefen Röhrenblüten beobachten.

Leider ist es mit den Nektarpflanzen allein nicht getan, denn Nahrungsmangel für die Raupen ist die wichtigste Ursache für den Schmetterlingsrückgang.
Wenn wir in unseren Gärten sparsam mit Insektiziden umgehen (am besten ganz verzichten ) und genügend Platz für eine kleine „ungepflegte Ecke“ lassen, wo auch ein paar Brenneseln (Nahrungspflanze für mindestens 30 Schmetterlingsraupenarten) stehen dürfen, besteht Hoffnung, dass wir uns an den bunten „Sommervögeln“ auch weiterhin erfreuen dürfen.

Die Entwicklung vom Ei zur Raupe mit mehreren Häutungen, dann zur Puppe und zum Schluss zu einem oft wunderschönen Schmetterling, erscheint uns immer noch wie ein großes Wunder.

Leben ist nicht genug!, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben! (Hans-Christian Andersen 1805-1875)

 

 







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