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Fledermaus AG des NABU Peine

Rückblick

Im Meedorfer Holz
Am 24.03.2006 wurden Fledermauskästen im Meerdorfer Wald nahe der beiden Waldparkplätze aufgehängt.
Schüler der 5. und 6. Klassen der IGS sowie der Realschule Ilsede bauten sie im Rahmen eines Projektes in 2005.
Auf Anraten von Harald Mix, dem Fledermausexperten im Landkreis Peine, wurde das Meerdorfer Holz als passendes Revier
ausgewählt und die Kästen in Gruppen aufgehängt, denn Fledermausweibchen ziehen ihre Jungen gerne in Kolonien auf.

Die Fledermaus AG des NABU Peine kaufte Anfang Mai 5 Bat-Detektoren.
Sie wurden am Teicherkundungpfad getestet.
Mit Beginn der Dämmerung konnten wir über den Teichen einige kleinere Exemplare sehen und hören.
In den folgenden Wochen fuhren wir bei guten Wetterbedingungen in den Wald und horchten. Am zweiten Parkplatz hatten wir Glück
und konnten mit den Detektoren Fledermäuse hören, aber wir sahen keine.
Die Artenbestimmung ist mit diesen Geräten relativ schwierig (CD anhören und vergleichen).
Als das Wetter Mitte Juni konstant gut wurde, gingen wir häufiger in der Umgebung auf Suche, jedoch mit auffällig wenig Erfolg.
Am Teicherkundungpfad war es kaum anders, im Gegensatz zum Frühling, als mindestens 5-10 Zwergfledermäuse während einer
Stunde über den Teichen kreisten, waren es Mitte Juni nur 3 Tiere, die wir in ca. einer Stunde sahen und hörten.
Harald Mix erklärte hierzu, dass das Nahrungsangebot im Sommer weitaus größer ist und sich die Fledermäuse dann in den
Jagdrevieren verteilen, sie fliegen diese regelmäßig ab.

Am 25. August 2006 hatte die Fledermaus AG zu einem Aktionsabend ins Grüne Klassenzimmer eingeladen.
Eine Gruppe von über zwanzig  8–12 Jährigen sowie ca. 10 Erwachsenen trafen sich um18.00 Uhr im Wald.

Zuerst sahen wir ein Video über Fledermäuse an.
Die Kinder waren mit Begeisterung bei dem Bastel- und Malwettbewerb dabei.
Nachdem die Jury die besten 3 Bilder ausgewählt hatte, wurden kleine Preise verteilt.
Bevor wir ca. um 20.30 Uhr auf Nachtwanderung gingen,hörten wir uns die Rufe verschiedener Fledermausarten zur Demonstration von einer CD an.
Dann wurden kleine Gruppen gebildet und die Detektoren verteilt. Gleich zu Beginn waren die ersten Exemplare zu sehen und zu hören,
wobei wir die Arten nicht genau bestimmen konnten. Die meisten Kinder hörten die Laute mit den Detektoren deutlich.
Als wir dann unsere Nistkästen kontrollierten (die Kinder leuchteten mit Taschenlampen von unten hinein) waren in mind.
2 Kästen Fledermäuse hängend zu sehen.
Die Kinder waren begeistert von dem aufregenden Abend im Wald. Sie bekamen noch Infomaterial mit nach Hause und wurden um 22.00 Uhr abgeholt.

Am 26.08.2006 trafen sich Fledermaus-Interessierte Erwachsene und Kinder mit dem Fledermaus–Experten Harald Mix
an den Auflandeteichen in Lengede
.
Harald Mix hielt einen interessanten Vortrag über die heimischen Arten und ihre Lebensweise, sowie über seine Erfahrungen als Regionaler Fledermausschutzbeauftragter.
Bei relativ schlechten Wetterbedingungen suchten wir uns dann, mit den NABU-Bat-Detektoren ausgestattet, einen Platz am Ufer.
Die Fledermäuse ließen allerdings lange auf sich warten. Erst in fast völliger Dunkelheit sahen wir im Licht des von Harald Mix mitgebrachten
Scheinwerfers die ersten Wasserfledermäuse.
Herr Mix machte die Ultraschallrufe der Fledermäuse Europäische Fledermausnachtmit seinem hochsensiblen Detektor und zusätzlichen
Lautsprechern für die ganze Gruppe hörbar, und erklärte der Gruppe die unterschiedlichen Arten anhand des Klangbildes und der Frequenzen.
Das war besonders für die Kinder spannend.

 

 

Europäische Fledermausnacht 2006 mit Harald Mix

 

Quartiere für unsere Fledermäuse

Am 24.02.2007 wurden Fledermauskästen aus Bausätzen im Rahmen eines NABUProjektes zur Erfassung der Bestände in dörflichen Ortskernen
rund um Kirchen bei der ersten Aktion der AG von ca. 20 Kindern zusammengebaut.(sh. Presse)
Zu Beginn der Nachmittagsveranstaltung gab es wieder einen Film (Fledermaushöhle Bad Segeberg) und eine kleine Diashow.
Die FledermausPaten bekamen die Kästen mit nach Hause mit dem Auftrag über das Jahr verteilt, ihre Beobachtungen auf den
Erfassungsbögen einzutragen.

 

Wasserfledermäuse beobachten

Am 05.05.07 bei sehr guten Wetterbedingungen trafen wir uns mit großen Scheinwerfern und Detektoren
ausgerüstet am Wipshäuser Badeteich.
Ca. 30 Naturinteressierten hörten sich zuerst meinen Bericht über unsere AG und Fledermausschutz an.
In der frühen Dämmerung waren auch schon die ersten Tiere aktiv.
Wir platzierten uns mit den Geräten auf die Uferseite zwischen See und Erse im Birkenwäldchen.
Von dort waren die Erse und die Wiesen im letzten Licht gut einsehbar.
Wir sahen und hörten min. 3-4 verschiedene Arten.Besonders viele Tiere waren direkt über unseren
Köpfen in den Kronen der jungen Birken.
Als es völlig dunkel war leuchteten wir mit dem Scheinwerfer über den See und beobachteten viele Wasserfledermäuse.
Gegen 22.45h gings nach Hause.

NABU_Erfassungbögen
Durch die Mithilfe von Frau Rüpping konnten wir in
10 Dörfern rund um die Kirchen den Fledermaus-Bestand
grob erfassen.

Waldfledermäuse

Am 26. August 2007 hatte die Fledermaus AG
zu einem Infoabend ins Grüne Klassenzimmer mit anschließender nächtlicher Wanderung eingeladen.
Eine Gruppe von ca. 40 Interessierten traf sich im Wald.

Zuerst sahen wir ein Video zum Fledermausschutz an.

Bevor wir ca. um 21.30 Uhr auf Nachtwanderung gingen,sahen und hörten wir uns zur Demonstration
eine Diashow mit den Typischen Waldfledermäusen und ihren Rufen an.
Dann wurden kleine Gruppen gebildet und die Detektoren verteilt.
Die Wetterbedingungen waren nicht ideal, zu kalt und feucht,sodass wir auf dem Weg zur
Blumenhagener Wiese nur ein Exemplar aufspüren konnten.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz im hellen Mondlicht waren plötzlich mehr Tiere hörbar.
In den unteren Frenquenzen waren einige Abendsegler mit vermutlich ihren Balzrufen zu hören.
(Abendsegler balzen im Spätsommer)


Fleißige Wohnungsbauer waren wieder am Werk

Samstagnachmittag, den 23.02.08 von 14.00 – 17.00 Uhr traf sich die Fledermaus AG im
 „ Grünen Klassenzimmer“ im Meerdorfer Holz. Die 16 fledermausbegeisterten Kinder
setzten die Fledermausnistkästen aus Bausätzen mit Akkuschraubern,Hammer , Nagel
und mit viel Geschick, zusammen, um sie rechtzeitig, bevor die Fledermäuse aus dem Winterschlaf erwachen,
bei sich zu Hause an geschützter Stelle aufzuhängen.
Die Fledermausweibchen nutzen diese Ersatzquartiere , um ihre Jungen zur Welt zubringen und aufzuziehen.
Besonders kreativ waren die Kinder bei der Namensgebung.
Mit Pinsel und Farbe wurden die Kästen zum Abschluß beschriftet:  
 “Hotel Nachtschwärmer“ ,    „ Batman Airbase“ ,
„Dr. Fledermaus „ , „Familie Fledermaus“ , „Fledermaus Apartment“ , „ Fledermaus Airport „
nannten die stolzen Wohnungsbauer ihre Werke.

 Einige Kinder sind schon „Stammgäste“bei den Aktionen der FledermausAG , sie stellten sich wieder bereitwillig
für Beoachtungen und Zählungen für die „ Flugsaison 2008 „ zur Verfügung.
Anfang Mai legen wir uns wieder mit unseren Bat-Detektoren und Taschenlampen auf die Lauer, um Wasserfledermäuse
bei der Jagd zu beobachten.

 

Nächtliche Jäger über dem Badesee

 

Am Samstag, den 03.05.08 traf sich die Fledermaus AG des
NABU – Peine um 20.00 Uhr am Badesee am Sportplatz in Wipshausen
Wasserfledermäuse und Teichfledermäuse sind in warmen Frühlings- oder Sommernächten in ihren bevorzugten Jagdgebieten gut zu beobachten .
Mit Taschenlampe und viel Geduld kann man die nächtlichen Insektenvertilger beim dichten Schwirrflug über der Wasseroberfläche entdecken.
Auf ihren Jagdstrecken suchen sie nach Beuteinsekten.
Erfasst der Schallkegel ihrer Echoortungsrufe ein Insekt, wird es oft mit der Schwanzflughaut eingefangen,manchmal unter Zuhilfenahme eines Flügels.
Eine Pause gönnen sich die Tiere nicht, die Beute wird im Flug verspeist und unermüdlich geht die Jagd auf Mücken, Köcherfliegenlarven
und Eintagsfliegen weiter.
Fliegen viele Fledermäuse über einer Wasserfläche kann es sogar zu wilden Verfolgungsjagdten unter den Konkurrenten kommen.
In eng geflogenen Kurven zeigen die Wassersportler unter den Fledermäusen dem Beobachter die Bauchseite und man sieht das für
die Arten der Gattung Myotis typische helle Bauchfell.(Q.:NABU).

 



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